Studienfahrt nach Westerhever

Leuchtturm Westerhever
Leuchtturm Westerhever

Am 27.10.14 fuhren 11 aktive Mitarbeiter des „Fördervereins Museumsleuchtturm Dicke Berta“ nach Westerhever. Ziel war der, durch die Jever-Bierreklame, bekannte Leuchtturm.

Um 15 Uhr war eine Besichtigung vereinbart. Da wir keine Wartezeit an der Fähre Wischhafen-Glückstadt hatten, konnten wir gleich zum Hotel nach Husum fahren. Ein kurzer Stadtrundgang war auch noch möglich, so dass wir einen Tisch für das Abendessen in einem Lokal direkt am Hafen bestellen konnten.

Doch dann ging es nach Westerhever. Am Tourismuszentrum bekamen wir unsere Eintrittskarten. Erst einmal lag ein 2 km langer Fußweg vor uns. Der Leuchtturm liegt auf einer Warft in der Nähe einer Sandbank. In den Sommermonaten ist er meistens problemlos zu Fuß zu erreichen, im Winter sieht es oft anders aus. Wir bekamen schon einen Eindruck von dem Leben eines Leuchtturmwärters auf Westerhever. Die Familie lebte in einem Haus am Fuße des Leuchtturms und im Winter waren sie allein auf der Warft und konnten nicht an Land. Der Leuchtturmwärter der „Dicken Berta“ hatte da doch bessere Arbeitsbedingungen: er kam immer wieder nach Hause.

Wir hatten noch Zeit die Warft in Augenschein zu nehmen. Zwei Häuser befinden sich neben dem Leuchtturm. Hier lebten die Familien des Leuchtturmwärters und des Hilfsleuchtturmwärters. Heute befindet ist in einem Haus die Schutzstation Wattenmeer untergebracht und im anderen Haus sind Seminarräume des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning. Zu den Häusern gehörte auch ein großer Garten, der heute nur aus Rasenflächen besteht.

Um 15 Uhr empfing uns Hinrich Geertsen. Er war früher Leuchtturmwärter auf Westerhever und zeigt noch immer „seinen“ Leuchtturm.

Der Turm wurde 1906 bis 1907 erbaut. In Betrieb ist er ab 1908. 1979 wurde er automatisiert. Seitdem sorgt eine Xenon Hochdrucklampe (2000 Watt) für Licht.

Im Maschinenraum im Erdgeschoss mussten wir erst einmal unsere Schuhe gegen Pantoffeln austauschen, bevor wir die 157 Stufen ersteigen konnten. Es war erstaunlich einfach, da in jedem Stockwerk eine kleine Pause gemacht wurde.

Im ersten Stock ist ein Schlafraum. Hier konnten früher Familien Urlaub machen. Ein Doppelbett steht noch immer da, die Stockbetten sind nicht mehr vorhanden. Hinrich Geerthsen erzählte, dass seine Frau und er auch dafür zuständig waren, dass hier alles in Ordnung war (Bettwäsche und Saubermachen).


Das Trauzimmer im 4. Stock ist sehr großzügig. Es haben mehr Personen Platz, als in der Dicken Berta. Da immer nur am Freitag Trauungen stattfinden, finden nicht so viele Trauungen, wie bei uns statt. Es ist auch wesentlich teurer dort zu heiraten. Nach der Trauung geht Hinrich Geertsen mit dem Brautpaar nach oben, damit sie die Aussicht genießen können.

Der Turm wurde 1906 bis 1907 erbaut. In Betrieb ist er ab 1908. 1979 wurde er automatisiert. Seitdem sorgt eine Xenon Hochdrucklampe (2000 Watt) für Licht.

Im Maschinenraum im Erdgeschoss mussten wir erst einmal unsere Schuhe gegen Pantoffeln austauschen, bevor wir die 157 Stufen ersteigen konnten. Es war erstaunlich einfach, da in jedem Stockwerk eine kleine Pause gemacht wurde.

Im ersten Stock ist ein Schlafraum. Hier konnten früher Familien Urlaub machen. Ein Doppelbett steht noch immer da, die Stockbetten sind nicht mehr vorhanden. Hinrich Geerthsen erzählte, dass seine Frau und er auch dafür zuständig waren, dass hier alles in Ordnung war (Bettwäsche und Saubermachen).

Das Trauzimmer im 4. Stock ist sehr großzügig. Es haben mehr Personen Platz, als in der Dicken Berta. Da immer nur am Freitag Trauungen stattfinden, finden nicht so viele Trauungen, wie bei uns statt. Es ist auch wesentlich teurer dort zu heiraten. Nach der Trauung geht Hinrich Geertsen mit dem Brautpaar nach oben,

damit sie die Aussicht genießen können.


Den Weg gingen wir jetzt auch. Vom ehemaligen Wachraum konnten wir auf den Umlauf kommen. Herr Geertsen erklärte uns die Umgebung. Leider war keine gute Sicht.

Im Wachraum waren viele Bilder ausgestellt. Der Bau des Turmes wurde dokumentiert. Es sind mehrere Eisenringe, die übereinandergesetzt wurden und dann zusammengeschraubt. Da der Turm noch in Betrieb ist, war er in einem tadellosen Zustand.

Herr Geertsen erzählte von seinem einsamen Leben auf der Warft. Er fand aber, dass es eine glückliche Zeit war. Er hat als Kind, als Sohn des damaligen Leuchtturmwärters schon auf der Warft gelebt. Er arbeitete erst als Elektriker, als man ihn fragte, ob er den Posten von seinem Vater übernehmen wolle. Seine Frau war auch damit einverstanden. Er sagt: „ Das war ganz wichtig, sonst wäre ich nicht zurückgekommen.“ Verdient hatte er damals auch mehr.

Früher bestand das Feuer auch einer Lichtbogeneinrichtung mit Kohlestäben, die alle 9 Stunden erneuert werden mussten, auch das wurde uns vorgeführt.

Der Leuchtturm Westerhever ist in den Sommermonaten zu besichtigen. Die Organisation übernimmt das Info-Hus in Westerhever. Der Eintritt kostet vier Euro. Immer 10 Leute werden alle Stunde auf den Turm geführt. Unsere Führung dauerte etwas über eine Stunde. Da um 16 Uhr keine Führung mehr war, brachten wir keinen Zeitplan durcheinander. Herr Geerthsen hatte sichtlich Freude daran, seinen Turm mal „Fachleuten“ zu zeigen.

Zurück in Husum wurde es schon dunkel.

Am nächsten Tag machten wir noch Pause in Friedrichstadt, einer Holländersiedlung. Dort hatten wir eine Grachtenfahrt gebucht. Mit seemännischen Informationen und Döntjes wurde uns Friedrichstadt erklärt. Danach sahen wir uns ein wenig von der Stadt noch zu Fuß an. Friedrichstadt ist immer eine Reise wert. Besonders, wenn die Sonne scheint. Für Ende Oktober hatten wir noch sehr warmes und sonniges Wetter. Wenn Engel reisen.

 

Text: Renate Ruge


Fotos von Nick Schlicht